Presse 2003 - 1997
Kreisblatt am Sonntag - 5. Oktober 2003
(...) mit vielen Gästen in der vollbesetzten und bayrisch dekorierten Schießsporthalle ein zünftiges Oktoberfest, bei dem die
Volkstanzgruppe Düsternort, die "Original Weserländer" und Parodist Markus Weise als Inge Meysel, Gerhard Schröder, Edmund Stoiber
oder Udo Lindeberg für Stimmung sorgten.
Weser Kurier - 3. Oktober 2003
(...) und um 22.30 Uhr will der Parodist Markus Weise als Inge Meysel mit Lebensweisheiten der "Mutter der Nation" für Lachsalven sorgen.
Delmenhorster Kreisblatt - 2. Oktober 2003
(...) Ein Höhepunkt des Abends steht gegen 22.30 Uhr auf dem Programm: Inge Meysel, pardon Markus Weise, wird Lebensweisheiten
der "Mutter der Nation" zum Besten geben und das Geschehen bestens zu kommentieren wissen. Eines ist auf jeden Fall jetzt schon
klar: Das Stimmungsbarometer wird danach erheblich gestiegen sein! (...)
"Sport" im Landkreis Oldenburg - Juni 2002
(...) Markus Weise aus Delmenhorst riss mit seinen Parodien - als Brisko Schneider und Inge Meysel - das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin (...)
Delmenhorster Kreisblatt - 5. August 2002
Dicht gedrängt suchte man unter den Zeltdächern Hautkontakt, vermittelte Hobby - Parodist Markus Weise Bekanntschaft mit Inge Meysel und Brisko Schneider wurde Holger Ortel (MdB) respektlos auf den Arm genommen (...)
Delmenhorster Kreisblatt - 29. Oktober 2002
Hölzern gewürfelte Wohnvariationen
Der Bungerhofer Markus weise ist als Schauspieler, Parodist und Tischler erfolgreich
jam Bungerhof. Neun Würfel und über 100 verschiedene Möglichkeiten, sich das Zimmer einzurichten. Etwa 120 Arbeitsstunden hat der Tischler-Geselle Markus Weise in der Werkstatt verbracht, um an seinem Gesellenstück zu feilen, zu sägen und zu leimen. Beim Landesausscheid Niedersachen/ Bremen des Wettbewerbs "Die gute Form" hat er im Sommer den dritten platz belegt. "Funktionsmöbel" lautet der kühlneutrale Oberbegriff für den kreativen Holzbau, aus dem sich je nach Lust des Besitzers ein Raumteiler, Schreibtisch, Sideboard oder TV-Schrank zaubern lässt.
Den Zauberwürfel der 80er Jahre hat sich der Delmenhorster für sein Gesellenstück zum Vorbild genommen. Die neun Quader haben jeweils eine Kantenlänge von 45 Zentimetern, besitzen entweder Türen, Schubkästen oder auch Glasrückwände. Jedes teil lässt sich drehen und beliebig mit jedem anderen zusammenstecken. "Vor allem junge Leute wollen etwas haben, wo sie selbst kreativ sein können", erklärt der 19-jährige, der sich selbst als jemanden bezeichnet, der immer viel zu viel möchte.
Als Tischler - Lehrling war er erfolgreich und doch richtet sich sein Augenmerk immer wieder auch seinen anderen Interessen zu und so richtig entscheiden über seine Zukunft will und kann er noch nicht. Zu groß ist bisher die Wunschliste, die weise abwechselnd einmal auf den Weg des Innenarchitekten, zum Bühnen -Schauspieler oder manchmal zum Theater - Gestalter führt.
Nicht nur über einen ausgefeilten Sinn für die Einrichtung von Räumen verfügt Weise, oft Rutscht ihm schon einmal ein "Dieses Bild passt hier aber nicht hin" heraus, wenn er ein Zimmer betritt. Seit seinem neunten Lebensjahr steht er außerdem auch auf der Bühne und ist seit zwei Jahren beim Niederdeutschen Theater als Schauspieler tätig.
Einen dicken Ordner mit Fotos und Artikeln hat Weise inzwischen angesammelt. Ein zweiter zeigt ihn als facettenreichen Entertainer, der als Stimmen - Imitator auf öffentlichen Veranstaltungen und privaten Feiern unterwegs ist und auch mal gern Seitenhiebe an Promis und Politiker verteilt. "Ich kann alles, aber nichts perfekt", ist Weises Motto. Dass er all diese Betätigungen mehr als Hobby denn als Arbeit ansieht, ist seinen Erzählungen anzumerken und eine angenehme Portion Selbstbewusstsein schwingt in seiner Stimme mit. Eben noch gedanklich auf der Bühne, kann er im nächsten Moment schon wieder neue Ideen für die Innenausstattung eines Raumes aus dem Hut zaubern.
Im Moment besucht Markus Weise die Fachoberschule für Gestaltung im benachbarten Bremen, um sein Abitur zu machen. Was danach kommt, steht noch in den Sternen. Vielleicht, so hofft er, wird ein Architekt Interesse an seinem Gesellenstück zeigen - neun Würfel und über 100 Möglichkeiten.
Delmenhorster Kreisblatt - 25. Juni 2002
Tischler erobert Bretter, die die Welt bedeuten
Markus Weises Gesellenstück ausgezeichnet - Üben für die Bühne
Von Maike Falkenberg
Delmenhorst/Bremen. Der knifflige Zauberwürfel aus den 80ern mag wohl im Laufe der Jahre schon den einen oder anderen zur Verzweiflung getrieben haben. Markus Weise allerdings verdankt dem Kultobjekt die Idee für sein Tischler - Gesellenstück und damit auch den ersten Preis im Bremer Wettbewerb "Die Gute Form".
Inspiriert vom immer griffbereiten Zauberwürfel auf seinem Schreibtisch habe er den variablen Schrank gebaut, der aus lauter beliebig versetzbaren Einzelwürfeln besteht. "Ich räume ständig mein Zimmer um, da ist so was natürlich praktisch", meint der frischgebackene Tischlergeselle mit stolzem Blick auf sein Werk, mit dem er die Bremer Tischlerinnung überzeugt hat.
Gerechnet habe er mit dem erfolg jedoch nicht, der ihn nun zur niedersächsisch-bremischen Landesausscheidung des Wettbewerbs bringt. "Es gab Tage, an denen ich einfach alles hinschmeißen wollte, weil nichts funktioniert hat", erinnert sich der 19-Jährige heute an die dreiwöchige Arbeit im Bremer Ausbildungsbetrieb. Schließlich aber habe sein Ehrgeiz den aufkommenden Frust vertrieben. "Wenn schon, denn schon", habe er sich gesagt und hat mit der Einstellung nicht nur den externen Wettbewerb gewonnen, sondern hat auch noch die drittbeste der 51 Gesellenprüfungen hingelegt.
"Wenn schon, denn schon" - das könnte auch für sein Hobby gelten: Das Theaterspielen. Nach dem Besuch der Huchtinger Fachoberschule für Gestaltung und Design und vielleicht einem angeschlossenen Hochschulstudium will er das theaterspielen möglicherweise zu seinem Beruf machen.
Nachdem er mit zwölf Jahren in der Villa erste Gehversuche auf der Bühne gemacht hatte, wechselte er 1999 zur Niederdeutschen Bühne. "Die Theatergruppe hat sich aufgelöst, aber ich wollte weiter machen. Ich bin einfach süchtig nach dem Applaus". So süchtig, dass er eigens Plattdeutsch für die Aufnahme in den Kreis der vorwiegend älteren Ensembles und den ersehnten Auftritt im Kleine Haus lernte. "Mittlerweile kann ich´s, aber es wird immer eine Fremdsprache für mich bleiben", meint er lächelnd. Hilfestellung bekommt der ehrgeizige Nachwuchsschauspieler übrigens auch von seinen Großeltern. "Ein Künstler ist tatsächlich nie zufrieden", erklärt er und grinst.
Wohl deshalb bereitet er sich auch akribisch vor, wenn er nach Feierabend in der Tischlerei wieder einmal in eine andere Rolle schlüpft - egal ob er sich in den platt - schnackenden Zivi im Kleinen Haus oder als Inge Meysel auf dem Familienfest verwandelt. Die Parodie deutscher Persönlichkeiten schließlich, hat er sich zwischen Tischlerlehre und den Brettern, die die Welt bedeuten, auch angeeignet. "Ich über sogar unter der Dusche", versichert er mit einem beinahe verlegenen Lächeln.
Über möchte Markus Weise, obwohl er "schon im Holzbereich bleiben" wolle, auch weiterhin an möglichen und vermeintlich unmöglichen Orten. Ansporn gibt´s für den 19-Jährigen schließlich genug: Als Star-Double für die Lichtproben der TV-Sendung "Wetten dass?" wurde er nämlich abgelehnt und das will der Nachwuchskünstler nicht auf sich sitzen lassen.
Kreiszeitung - 13.Juli 2002
Chamäleon - Auf Stimmenjagd: Markus macht sie alle nach
Über was könnt Ihr Euch so richtig kaputtlachen? Über den trotteligen Typen, der auf einer Bananenschale ausruscht?
Oder so verpeilt ist, dass er sich aus Versehen auf eine frisch gestrichene Parkbank setzt? Also, ich nicht. Ich lache lieber
über Brisko Schneider, Inge Meysel, Helmut Kohl, Schröder und Stoiber, Udo Lindenberg, Franz Beckenbauer, Rudi Carell...
Am besten, alle auf einmal. Aber wo gibt´s denn sowas, werdet Ihr jetzt natürlich fragen. Ich verrat´s Euch: In Delmenhorst.
Da wohnt nämlich nicht nur Sarah Connor, sondern auch Markus Weise. Er ist 19 und Parodist. Ein guter sogar. Nur leider kennt
ihn die ganze Welt nicht. Noch nicht. Avber wär´ doch gelacht - bei der Connor hat´s ja schließlich auch geklappt...
weiter
DELDORADO - September 2002
Auch der Delmenhorster Hobby - Parodist Markus Weise hat wieder zugeschlagen. In einer umwerfenden Art, ganz unter dem Motto
"Inge Meysel hat trotz dritter Zähne noch Biss", kündigte er zusammen mit René Sklorz den Höhepunkt des Freitagabends an:
Die Five Set Classics.
Weser Kurier - 13. November 2001
(...) Als "spezial guest" war neben dem rotierenden Alpenburschen einer geladen, der als "warmer Bruder" in der TV - Sendung
"Wochenshow" Lachsalven auslöst: Brisko Schneider. Mit "Hallo, liebe Liebenden" begrüßte der Star (gespielt von Markus Weise)
das Publikum. Viel erzählen musste er nicht: Allein sein Schmierlappen - Lächeln und die abgespreizten Hände waren urkomisch.
Dass Showtalent Markus Weise nicht nur Brisko Schneider imitieren kann, bewies er mit seiner Stimmenparodie. Urplötzlich tauchte
Udo Lindenberg mit lässiger Attitüde auf und sang vom "Sonderzug nach Pankow", Heinz Rühmann erklärte mit hüpfender stimme, er
sei noch gar nicht tot. Ausschütten vor Lachen wollten sich die Narren, als Inge Meysel berichtete, sie trinke Frostschutzmittel -
"damit man nicht mehr abkratzen muss" (...)
Delmenhorster Kreisblatt - 12. November 2001 DELDORADO - Februar 2001 Delmenhorster Kreisblatt - 9. Februar 2001 Delmenhorster Kreisblatt - 18. Juli 1998 Delmenhorster Kreisblatt - 18. Juli 1998 (Titelseite) Delmenhorster Kurier - 21. Mai 1997
Bühnen - Erfolg mit Inge Meysel/ Comedy - Nachwuchs aus Delmenhorst: Markus Weise
Helmut Kohl, Udo Lindenberg und Inge Meysel mögen sich in vielem unterscheiden. Eines haben sie gemeinsam: Sie werden von Markus Weise hervorragend parodiert. Knapp 20 Stimmen hat das 17 Jahre junge Delmenhorster Nachwuchstalent im Repertoire. Das ist längst nicht alles: In Kürze ist er auch in einem Theaterstück der Niederdeutschen Bühne zu sehen.
Wer junge Leute nach Johnny Depp, Leonardo Di Caprio oder wie die Filmgrößen sonst noch heißen mögen, befragt, erhält man meist erschöpfende Auskunft. Erkundigt er sich dagegen beispielsweise nach Inge Meysel, sieht die Sache etwas anders aus - kaum jemand hat zu derlei Namen viel zu sagen. Wozu auch. Wen interessiert mit 17 oder 18 Jahre die Alterszickigkeit einer hoch betagten Schauspielerin? Nun, Markus Weise interessiert das. Der 17jährige Delmenhorster beschäftigt sich intensiv mit der streitbaren alten Dame. Er parodiert sie nämlich, und zwar vortrefflich. Wenn er, bekleidet mit Rock, Hut und Handtasche, vor Publikum loslegt, hat man tatsächlich das Gefühl, ihm fallen in der nächsten Sekunde die Zähne aus dem Gesicht. Und dann diese Stimme! Punktgenau.
Dass er ein Typ für die Bühne ist, hat Markus bereits mit zahn Jahren entdeckt. Damals hatte er mit Parodien zwar noch nichts im Sinn, er gehörte aber bereits zu der neu gegründeten Theatergruppe in der Villa, den "Villa Kids". Das war 1993. Die Gruppe wurde im Lauf der Jahre häufig umbenannt, derzeit nennt sie sich "TuT - Theater unterm Tisch". Inzwischen ist das Ensemble kräftig geschrumpft, von den ursprünglich zwölf Mitgliedern sind nur noch vier übrig geblieben. Eines davon ist immer noch Markus Weise. Dass er Talent zur Parodie hatte, hat sich in dieser zeit herauskristallisiert. Wie es im Einzelnen angefangen hat, kann er heute gar nicht mehr sagen. Immerhin hat er knapp zwanzig Stimmen im Programm, darunter die von Helmut Kohl, Udo Lindenberg, Rudolf Mooshammer und Brisko Schneider alias Bastian Pastewka. Der Höhepunkt seiner Darbietung ist es jedoch jedes Mal, wenn er als Inge Meysel von der Fernsehsendung "Sieben Tage, sieben Köpfe" erzählt. Dabei parodiert er fast die gesamte Stammbelegschaft der Comedy - Runde, einschließlich Jochen Busse.
Eine erstaunliche Leistung für sein Alter. Sicherlich gibt es genug Imitatoren, die ein ähnliches Repertoire zu bieten haben. Und sicher sind darunter einige, die besser sind. Noch. Aber die werden nicht jünger, und Nachwuchs ist für jede Branche vorteilhaft.
Obwohl Markus Weise seine künstlerische Laufbahn weiter forcieren will, erlernt er einen "bürgerlichen" Beruf: Er absolviert eine Tischlerlehre, die in gut einem Jahr beenden sein wird. Erst dann will er sich ganz seiner Passion widmen und auch für mehr Auftritte sorgen. Einige Engagements hat er ja bereits hinter sich. Besonders das Jahr 1999 hat ihn ein gutes Stück nach vorne gebracht.
Rundfunk- und Fernsehauftritte taten ein übriges: Zwar hat er sein etwas 30minütiges Programm vorerst "nur" im Offenen Kanal vorgestellt, aber ein Anfang ist hier immerhin gemacht. Und wenn er weiterhin so viel Gas gibt, dürfte sich auch sein Bekanntheitsgrad steigern.
Eine wichtige Voraussetzung erfüllt er sowieso: Es mangelt ihm keineswegs an Selbstbewusstsein. So hat er beispielsweise im letzten Jahr aus einer annoce im Delmenhorster Kreisblatt erfahren, dass die Niederdeutsche Bühne Nachwuchs sucht. Prompt hat er sich an deren Stand auf dem Kartoffelfest beworben. Damit war der erste Kontakt hergestellt, und er erhielt einen Termin zum Vorsprechen.
Einen schlechten Eindruck scheint er bei dieser Gelegenheit nicht gemacht zu haben, denn er hat gleich eine Rolle bekommen. Den Proben ging allerdings zunächst ein Seminar für Sprech- und Atemtechniken voraus. Seit 8. Januar jedoch probt er für das Stück "Hartklabastern". In dieser Krankenhausgeschichte spielt der Nachwuchsmime einen Zivildienstleistenden.
Ein kleines Handicap hat Markus allerdings: die plattdeutsche Sprache. Sie bereitet ihm noch einige Schwierigkeiten. Da sie aber das A und O der Niederdeutschen Bühne ist, wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als fleißig zu lernen. "Kein Problem für mich, denn die Leute vom Theater haben mir Hilfe zugesichert", sagt er. Na denn.
Wie es mit dem Plattdeutsch klappt, lässt sich ab dem 17. März nachprüfen. Dann hat "Hartklabastern" im Kleinen Haus Premiere.
"Bin keine billige Kopie" - Markus Weise begeistert sein Publikum mit Parodien
epl Delmenhorst. Inge Meysel kann er genauso wie den Papst, Boris Becker oder Udo Lindenberg. Die Fangemeinde des Delmenhorster Parodisten Markus Weise wächst mit jedem seiner Auftritte. Er besteht darauf, als Parodist und nicht als Imitator zu gelten, denn Imitation sei ja schließlich eine billige Kopie. Eher zufällig ist Weise zum Nachahmen prominenter Stimmen gekommen. Als Mitglied der "Villa Kids" hatte er versehentlich aus dem Programmtitel "Tageschau" eine Tagessau gemacht. Zur Strafe sollte er Helmut Kohl und Boris Becker imitieren. Sein Ehrgeiz war geweckt.
Fortan begeisterte er seine Freunde mit den Stimmlagen von Helmut Kohl, Inge Meysel, Brisko Schneider, Udo Lindenberg und dem Papst. Aus diesem Spaß erwuchs dann der erste Auftritt im Radio des Offenen Kanals. Nach mehreren Radiosendungen, in denen er als Inge Meysel Fragen der Zuschauer beantwortete, erhielt er eine Einladung in Michi Müllers "Let´s talk about TV" des Offenen Kanals Umland. "Meine Hände schwitzten und ich war furchtbar aufgeregt", erinnert sich Weise. In einem Kleid seiner Großtante und den Stöckelschuhen seiner Oma wollte er auftreten, um der Inge Meysel auch äußerlich näher zu sein. Aber schon in der Garderobe knickte er in den ungewohnten Schuhen ständig um, und die Strumpfhose und das Kleid fühlten sich ekelig an. Doch als er vor der Fernsehkamera saß und das Publikum im Studio über seine Parodie lachte, legte sich auch sein Lampenfieber.
Die Auftritte im Offenen Kanal Umland häuften sich und machten Künstleragenturen auf Weise aufmerksam. Aber selbstbewusst erzählt er, dass er gerne auf die Abhängigkeit von diesen Agenturenverzichte, die ihm pro Auftritt 400 Mark versprachen. "ich will selbst entscheiden, wann und wo ich auftrete", sagt er. "Und außerdem ist mir meine Berufsausbildung erst einmal wichtiger." Diese will er nach der Tischlerlehre durch ein Fachabitur ergänzen, um dann Restauration und Geschichte zu studieren. "Oder vielleicht doch auf die Schauspielschule" fügt er nach kurzem Zögern hinzu. Die Niederdeutsche Bühne Delmenhorst hat Markus engagiert. Dort wird er am 17. März bei der Premiere von "Hartklabastern" als junger "Zivi" zu sehen sein. Auch wenn es mit dem plattdeutschen noch so ein wenig hapert, die Schauspielkollegen von der Niederdeutschen Bühne haben viel Geduld mit ihm und helfen ihm,
die Sprachprobleme zu bewältigen. Die wird er sicherlich nicht mehr haben, wenn er dann wieder in gewohnter Umgebung im Fernsehen im Offenen Kanal am 26. Februar, dem Rosenmontag, um 20 Uhr im Delmenhorster Stadtmagazin "Trivial TV" als Inge Meysel Auftritt.
Aus Schumi wird Guildo - Villa GMBH & CO begeistert Publikum
knk Delmenhorst. Es begann mit den Nachrichten der "Tagessau" und endete mit schwungvollen Karaokeeinlagen. Das erste Programm der Villa GMBH & CO im großen Saal des Jugendzentrums an der Oldenburger Straße reichte von Sketchen über Comedy bis zur Schlagerkunst und begeisterte die rund 80 Besucher.
Da fegte zu Beginn in Anlehnung an Otto Walkes der rasende Reporter Harry Hirsch (Henning Ulbrich) über die Bühne und traktierte seine Interviewpartner mit einem Pümpel als Mikrofonersatz. Ihm zur Seite stand ein Moderator der "Tagessau" (Markus Weise), der immer wieder aus der Rolle und seiner Kasperlebude fiel. Die beiden Darsteller sind bereits stolze 15 Jahre alt, und sie spielten mit sechs elfjährigen Kindern, ohne diese in den Hintergrund zu drängen. Die jungen Schauspieler Sören Ernst, Leonard Thume, Jennifer Theile, Susanna Honisch, Jessica Münch und Feentje - Maria Jamrosy waren am Anfang sehr nervös, spielten sich aber schnell frei und brachten sogar Zungenbrecher fehlerfrei zu Gehör.
Nach der "Tagessau" gab es den "Tatort", einen Krimisketch mit Kommissar Kotta. Auch hier hatten sich die Macher komische Situationen und Dialoge ausgedacht, die überzeugend dargeboten wurden.
Es folgten das "Aktuelle Sportstudio" mit einer schlagfertigen Moderatorin, die bekannte Sportstars präsentierte. Unter ihnen auch Michael Schuhmacher, der am Ende nicht mehr zu bremsen war und sich in einen tobenden Guildo Horn verwandelte. Danach ging das Singen munter weiter und endete schließlich in einem Duett Leonardo Di Caprio/ Kate Winslett.
Der dumme August und das Zähneputzen - "Villa GMBH" bietet vergnüglichen Kindernachmittag
Von unserer Mitarbeiterin Britta Fengler
Delmenhorst. Eine Zirkusdarbietung ohne ihn hat es früher nie gegeben: Die Rede ist vom dummen August, der es mit seiner Naivität
stets schaffte, auch Erwachsene zum Lachen zu bringen. Mittlerweile ist er fast verschwunden. In Delmenhorst allerdings darf über
den dummen August wieder gelacht werden - nicht im Zirkus, sondern in der "Villa" an der Oldenburger Straße.
Die klassische Geschichte vom dummen August, von Pierrot und Pipetto bringt die Theatergruppe "Villa GMBH" am Freitag 30. Mai, um
15.30 Uhr im Rahmen des allmonatlichen Kinderprogramms erstmals auf die Bühne. Präsentiert werden Szenen aus dem Alltag und vieles andere
mehr, was die Lachmuskeln der jugendlichen Zuschauer in der "Villa" sicher strapazieren wird.
In die Rollen der Clowns schlüpfen Markus Weise, Henning Ulbrich und Jan Bode. Entsprechend der Neigungen der drei Jugendlichen
von 13 bis 14 Jahren wurden die Charaktere verteilt: Den dummen August verkörpert Markus Weise - mit bayrischem Dialekt. Henning Ulbrich
spielt einen, der nicht lachen kann, dafür aber immer schlauer sein will als die anderen beiden: den weißgeschminkten Pierrot.
Dem dummen August ziemlich ähnlich ist Pipetto alias Jan Bode. Im Gegensatz zum August fällt Pipetto aber immer eine Lösung ein.
Bei Gabi Thomschke laufen die Fäden zusammen. Sie fungiert als Regisseurin.
Die drei Jugendlichen stehen schon seit einigen Jahren
gemeinsam auf der Bühne. Angefangen haben sie teilweise in der Grundschulzeit und vor allem als "Villa Kids" mit seinerzeit 13 Akteuren.
Nach und nach wurden es immer weniger, und zu guter Letzt blieben Markus Weise, Henning Ulbrich und Jan Bode übrig. Doch anstatt
den Kopf in den Sand zu stecken, machte das trio weiter. Und irgendwie kamen sie auf die drei klassischen Clowns.
Fortan kam die "Villa GMBH" zu ihren Clownerien zusammen. Doch einen Clown kann man nicht so eben spielen: Schon Ende vergangenen
Jahres haben die Proben begonnen. Einmal in der Woche kamen die Akteure zusammen, um sich überaus ernsthaft in die Charaktere
hineinzuversetzen. Zunächst wurde improvisiert, dann entstand der text. Auch Gestik und Mimik wurden bis ins kleinste Detail
einstudiert. Und was die Requisiten angeht, die sind ebenfalls in Eigenarbeit entstanden.